Junges Fahren
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Jugendliche übernehmen Verantwortung

Preisverleihung im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Gleich zwei Preisverleihungen standen am 27. Februar 2014 im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Berlin auf dem Programm. So konnten die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs „Vorfahrt für sicheres Fahren – Jugend übernimmt Verantwortung“ ihre Preise entgegennehmen. Zudem wurde der Autorenpreis „Write your Story“ verliehen, der im Rahmen der gemeinsamen Jugendaktion der Unfallkassen, der gewerblichen Berufsgenossenschaften und des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), „Multitasking? Nicht auf der Straße!“, ausgeschrieben war. Über ein iPad freute sich Gewinnerin Nedezda Popova, die sich unter dem Titel „Gehirnkribbel“ Gedanken über Ablenkung im Straßenverkehr gemacht hat.

Ferner wurden vier Schulklassen aus Rheinland-Pfalz und Thüringen für ihr verantwortliches Handeln im Sinne der Verkehrssicherheit ausgezeichnet. Die Klasse 9c des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums Großengottern gewann mit einer Zeitungsseite in der „Thüringer Allgemeinen“ zum Thema sicherer Schulweg. Unter anderem haben sich die Schüler mit dem sicheren Verhalten am und im Schulbus beschäftigt.
Die 9a des Rudolstädter Gymnasiums Fridericianum hat sich dem Umgang mit Risiken im Straßenverkehr gewidmet, veröffentlicht in der „Ostthüringer Zeitung“. Hier stand die Frage, ob eher Fahranfänger oder ältere Verkehrsteilnehmer gefährdet seien, im Vordergrund. Die Gruppe der jungen Fahranfänger und das „Begleitete Fahren ab 17“ hatten auch die Schüler des Leistungskurses Sozialkunde der Stufe 12 des Goethe-Gymnasiums in Germersheim im Blick. Ihre Rechercheergebnisse präsentierte „Die Rheinpfalz“.
Mit dem Thema Drogen im Straßenverkehr unter dem Motto „Kristallklar durch die Nacht? Fahren unter dem Einfluss von Crystal Meth“ beschäftigten sich die Zehntklässler der Ludwig-Erhard-Schule in Erfurt. Diese Themenseite druckte die „Thüringische Landeszeitung“ ab.

Die kreativen Ideen der Schüler kannten keine Grenzen: Bei ihrer journalistischen Arbeit setzten sie neben nachrichtlichen Artikeln auch Interviews, Umfragen, eigene Erfahrungsberichte und Illustrationen ein.

DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf, DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner und der Hauptgeschäftsführer der Initiative „Kavalier der Straße“ Dr. Gernot Sittner ehrten am 27. Februar 2014 die diesjährigen Preisträger.

„Im Sinne der ‚Vision Zero – keiner kommt um, alle kommen an‘ ist es unsere Aufgabe, alles zu unternehmen, damit Fehler, die gemacht werden, nicht mit dem Tod oder einer schweren Verletzung bestraft werden“, sagte Dr. Eichendorf bei der Preisverleihung. Den jungen Fahranfängern sei bewusst, dass sie noch keine ausgereiften Fahrer seien und Zeit zum Lernen bräuchten. Sie wüssten um die Gefahren im Straßenverkehr, wenn sie ihr Handeln selbstkritisch hinterfragen und sie wüssten ebenfalls, was getan werden müsse, um sie als Fahrerinnen und Fahrer in sicherem Handeln zu stärken. „Und genau hier setzen die Unfallkassen, Berufsgenossenschaften und der DVR in ihrer Präventionsarbeit an. Wir wollen Schüler, Studenten und junge Arbeitnehmer darin bestärken, sich sicher und verantwortungsvoll im Straßenverkehr zu bewegen“, betonte der DVR-Präsident. Sie zu bestärken heiße, sie aktiv zu beteiligen. Seit 2008 zeigten nun rund 6.000 Schüler, dass sie frühzeitig Verantwortung übernehmen wollen und können. „Hoch motiviert recherchieren junge Menschen, werten aus, diskutieren und formulieren in zahlreichen Artikeln, wo die Gefahren lauern und wie man ihnen begegnen kann. Das ist klasse“, freute sich Dr. Eichendorf über das Verantwortungsgefühl der jungen Leute.

Dr. Sittner dankte den Tageszeitungen, die sich an dem Wettbewerb beteiligen und lobte ausdrücklich das Engagement junger Menschen. Er wies darauf hin, dass es im digitalen Zeitalter für die Tageszeitungen nicht einfach wäre, manch einer würde sogar behaupten: „Schön, dass schon einer alle Meldungen heruntergeladen und kopiert hat“. Die Schülerinnen und Schüler haben aber eindrucksvoll gezeigt, wie viel Freude Recherchieren und das Schreiben von Artikeln bereitet.

Das Projekt „Vorfahrt für sicheres Fahren – Jugend übernimmt Verantwortung“ leistet einen Beitrag zur Verkehrserziehung in den Schulen und transportiert die Themen Verkehrssicherheit und partnerschaftliches Miteinander im Straßenverkehr in den Unterricht. Die Schüler haben die Möglichkeit, sich journalistisch mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Ihre Ergebnisse werden aufbereitet und als Schwerpunktseiten in den beteiligten regionalen Tageszeitungen veröffentlicht. Für den Projektzeitraum erhielten die teilnehmenden Schulen kostenlos ihre lokale Zeitung, um zum Thema Verkehrssicherheit zu recherchieren und anschließend eigenständig eine Themenseite zu gestalten. In diesem Jahr beteiligten sich rund 650 Schüler sowie zehn Tageszeitungen. Der Wettbewerb startete 2008 und wurde bereits zum sechsten Mal durchgeführt. „Vorfahrt für sicheres Fahren“ ist eine gemeinsame Aktion des DVR, der Unfallkassen und gewerblichen Berufsgenossenschaften, des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, der Initiative „Kavalier der Straße – Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tageszeitungen“ und des Aachener IZOP-Instituts.

Nachfolgend finden Sie die Veröffentlichungen des Jahres 2013.
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